22.02.2012

Rückschnitt von Pflanzen im März

12. März 2010 von  
Abgelegt unter: Tipps fürs Gartenjahr

Ein in allen Farben blühender Garten mit dichten und gepflegten Hecken, die sich im satten Grün präsentieren, ist der ganze Stolz eines jeden passionierten Hobbygärtners. Die Zauberformel für einen prächtigen Blütenstand und ein gesundes und üppiges Erscheinungsbild der Blumen, Ziersträucher und Bäume heißt: Der richtige Schnitt zu rechten Zeit.

Gärten, in denen hauptsächlich Ziergehölze wachsen, benötigen hin und wieder das Eingreifen des Menschen. Erstens sind Formschnitte notwendig, um zu groß gewordene Pflanzen und aus der Fassung geratene Hecken wieder die gewünschte Gestalt zu verpassen, zweitens werden die Pflanzen zu dichtem Wuchs angeregt. Durch Pflegeschnitte werden abgestorbene Äste oder durch Frost entstandene faule Stellen entfernt. Alle Schnitte dienen vorrangig der Gesundheit der Pflanzen und damit auch der Wuchsfreudigkeit und dem Blütenreichtum. Auch nützt ein richtig ausgeführter Schnitt der Optimierung des Lichteinfalls. So kann das Wachstum bodennaher Triebe gefördert und eine fülligere Form des Strauches erreicht werden.
Sie kennen den Effekt mit Sicherheit aus der Landwirtschaft. Ohne Pflegeschnitt blieben Obstplantagen und Weinberge weniger ertragreich.

Doch sollte jetzt nicht vorschnell zur Heckenschere gegriffen werden, denn nicht jeder Strauch bedarf eines Schnittes, um neue Triebe und Knospen sprießen zu lassen. Die meisten Ziergehölze benötigen tatsächlich keine Behandlung. Bei ein- oder zweijährigen Stauden und Zwiebelblumen erübrigt sich der Rückschnitt, da ihre Lebensdauer ohnehin begrenzt ist und ein Eingreifen das Wachstum behindern würde. Auch von Goldregen, Magnolien und Nadelhölzern sollten Sie die Klingen lassen, es sei denn, Sie möchten Ihre Thuja- oder Eibenhecke in Form bringen.

Einige oft blühende Sträucher hingegen sind auf einen regelmäßigen Pflegeschnitt angewiesen. Paradebeispiele sind Rosen, Clematis, Flieder, Spiersträucher und Forsythien. Der Rückschnitt im Frühjahr erfolgt nach dem letzten Frost im Winter, also ab Ende Februar. Sommerflieder und Pflanzen, deren Triebe ab April wachsen, beeindrucken zur gegebenen Zeit besonders durch ihr üppiges Blütenmeer. Als Faustregel gilt: Sommerblühende Pflanzen werden im März, Frühblüher erst nach der Blüte geschnitten.

Für den Rückschnitt verwenden Sie Ihrer Pflanzen zuliebe am besten Scheren mit sauberen und vor allen Dingen scharfen Kanten, denn faserige und rissähnliche Schnitte haben Pilzbefall und Fäule zur Folge. Auch ist die richtige Schnitt-Technik von äußerster Relevanz. Der Trieb sollte grundsätzlich schräg einen halben Zentimeter über der Knospe abgeschnitten werden. Zur Vermeidung von Krankheiten entfernen Sie Triebstummel und alle abgeschnittene Äste.
Die erste Maßnahme des Frühjahrsschnittes ist das Rückschneiden der während des Winters abgestorbenen Triebe. Schneiden Sie so weit zurück, bis das gesunde grüne Holz wieder sichtbar wird. Sie spüren auch schon am stärkeren Widerstand, welche Äste vital sind. Auch die älteren und alle schwachen Triebe werden entfernt. Das verbliebene kräftige Holz sorgt im Sommer dann fast von allein für reichhaltige und gesunde Blütenpracht.

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