09.02.2012

Kräuterjauche als biologischer Dünger

29. April 2010 von  
Abgelegt unter: Tipps fürs Gartenjahr

Im Gartencenter gibt es für jedes Pflänzchen einen Extradünger: Tomatendünger, Paprikadünger, Rosendünger, Beerendünger, Kräuterdünger und und und…! Nicht selten fragt man sich, ob es zwischen den Düngersorten überhaupt einen Unterschied gibt, ob die Dünger frei von Giftstoffen sind und welche Investition hier wirklich sinnvoll ist. Die Dünger sind ja nicht ganz billig und nicht jeder hat einen Pferde- oder Kuhstall um die Ecke oder kommt günstig an Kompost.

Zwischen Bauernhof und Baumarkt gibt es jedoch noch eine andere Möglichkeit, seinen Pflanzen auf die Sprünge zu helfen. Setzen Sie doch einfach einmal Kräuterjauche an! Sie müssen hierfür nicht einmal das Kräuterbeet plündern. Auch Löwenzahn, Ringelblumen, Schachtelhalm, Kamille oder Brennnesseln sind geeignet. Brennnessel Brühe hat zudem den Vorteil, dass sie den Blattläusen den Garaus macht. Löwenzahn sorgt dafür, dass die Pflanzen besser fruchten und die Ringelblume beschert den Pflanzen Abwehrkräfte. Auch Beinwell ist für eine Kräuterjauche bestens geeignet.

Für den Löwenzahn-Dünger verwenden Sie die Wurzeln und die Blüten der Pflanze, bei der Ringelblume alles außer den Wurzeln und auch bei Beinwell und Brennnesseln sind es die oberirdischen Pflanzen, die die nützlichen Wirkstoffe beinhalten. Bei letzteren beiden sollten Sie vor der Blüte ernten.

Kraeuterjauche als biologischer DuengerDen Kräuterdünger setzten Sie folgendermaßen an:
Nehmen Sie etwa ein Kilogramm des Düngerkrauts und mischen Sie es mit 10 Litern Wasser. Nach 24 Stunden Standzeit können Sie die Kraftbrühe auf die Pflanzen sprühen. Richtige Kräuterjauche zum Ausgießen entsteht, wenn die Mischung zwei bis drei Wochen im geschlossenen Bottich oder Eimer gären kann. Danach wird die Mischung im Verhältnis 1 zu 10 mit Wasser verdünnt. Der fertige Dünger wird erst durchgesiebt und kann dann bodennah mit der Gießkanne aufgebracht werden. Eine einfache und zudem sehr günstige Alternative zu den teuren Dünger-Varianten aus dem Gartencenter.

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