22.02.2012

Natursteinmauern selber bauen

12. März 2010 von  
Abgelegt unter: Gartengestaltung

Ein schöner Garten besticht durch seine bunte Artenvielfalt. Duftende einheimische Kräuter und Wildblumen, tragen zum harmonischen Gesamtbild des kleinen Biotops bei, das nicht nur den Besitzer erfreut sondern auch seine tierischen Besucher wie Schmetterlinge, blaue Prachtlibellen, Eidechsen und kleine Frösche. Einen solchen Garten ziert meistens auch eine Natursteinmauer, denn sie dient nicht nur ausschließlich dekorativen Zwecken sondern ist durch die richtige Bautechnik ein idealer Lebensraum für Pflanzen, Insekten und sogar für kleine Säugetiere. Auch wenn Sie ein Grundstück mit hohem Gefälle Ihr Eigen nennen, ist die Errichtung einer Natursteinmauer zur Hangabstützung empfehlenswert. So können Sie einen interessanten Garten mit waagerechten Terrassen anlegen, ohne dass lästige Schrägen das Relaxen im Garten beeinträchtigen.

Die Steine für die Mauer finden Sie in Ihrer Umgebung. Wichtig ist die Witterungsbeständigkeit des verwendeten Materials. Wenn Sie auf dem Land wohnen, werden Sie naturgemäß schneller fündig als wenn sich Ihr Grundstück in der Nachbarschaft einer Großstadt befindet. Größere Sandsteine und Findlinge liegen an Ufern von Flüssen und Bächen aber auch Steinbrüche liefern genug Baumaterial. Oft ist auch das Stöbern auf Abbruch-Baustellen von Erfolg gekrönt, denn alte Tonziegelsteine können auf diese Weise sinnvoll recycelt werden. Wenn Sie eine hinreichende Menge unterschiedlich großer Steine zusammengetragen haben, kann der Bau beginnen.

Zu den wichtigsten Schritten gehört eine sorgfältige Planung. Die besten Natursteinmauern sind so genannte Trockenmauern, die ohne den Einsatz von Beton und Mörtel errichtet werden. Die Fugen werden einfach mit Erde befüllt, was die Ansiedlung von Pflanzen und Insekten begünstigt. Eine Mauer, die der Hangabstützung dient, sollten Sie nicht ohne Einbeziehung eines Statikers oder versierter Fachleute errichten, denn das kann gefährlich enden.

Eine kleine Mauer auf waagerechtem Grund können Sie auch ohne Hilfe bauen, wenn Sie über etwas handwerkliches Geschick verfügen. Eine große Stabilität erreichen Sie, wenn Sie große Steine mit kleineren verkeilen. Begonnen wird mit der ersten Bodenschicht, die aus flachen großen Steinen besteht. Größere Lücken befüllen Sie direkt mit Erde, so dass alle weiteren Lagen besseren Halt finden. Auch können Sie während des Baus schon für die Bepflanzung sorgen. Wichtig sind Pflanzlöcher, die die Mauer von vorne bis hinten durchziehen. Kleinere Fugen  dienen als Unterschlupf für Tiere und Insekten.

Wenn Sie die fertige Mauer jetzt mit Alpenveilchen, Sonnenröschen, Lavendel, Salbei und Thymian bepflanzen, werden Sie sich zukünftig nicht nur über ein schönes Gestaltungselement freuen sondern können sich auch als Vorreiter des Naturschutzes rühmen, denn wo sonst finden Sie so viele natürliche Schädlingsbekämpfer? Blindschleichen, Eidechsen und Kröten sind ebenso die Bewohner Ihrer Natursteinmauer wie Wildbienen und Hummeln, die der Blütenbestäubung dienen.

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